20090122 Qingdao
January 22nd, 2009
Heute ist also der Tag, der nach schwerster Vorbereitungszeit am eigenen Körper, euch die Akupunktur einmal näher zu bringen. Ich werde versuchen dieses, auf meine eigenen an mir so geliebte sachliche Weise zu tun und bitte jetzt schon um Verständnis das ich ggf. den medizinischen Hintergrund dabei etwas zurückstellen werde. Ich denke es sind die Emotionen, die Gefühle, der kalte Schauer der Punktion, die diese Art der Behandlung so einzigartig macht. Kommen wir aber erstmal zu dem heutigen Tag. Leider war es nicht Möglich einen Mitschnitt von dem Interview des lokalen Fernsehens bisher zu bekommen, aber ich versuche es weiter. Gegen Mittag hatte ich dann Besuch von den Beikekollegen die mich für den internationalen Markt interviewt haben. Fragen auf englisch, Antwort auf deutsch, eine Stunde und dann zur PT und mit erhöhten Gewichten über meine Übungen. Werde ich das vermissen, du kannst nicht mehr und die kurze Anweisung vom Coach „ten times again” und du tust es immer wieder bis dein Muskel zu zerspringen droht und die Verzweiflung übermächtig wird, ach so wir hatten doch ein anderes Thema.
Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen )
habe ich aus Wickipedia, bezeichnet diese als winzigen Vorgang, wobei vielleicht zu ermessen ist, das es meist nicht nur ein sondern mehrere Stiche sind. Der Körper ist in mehrer Akupunkturbahnen unterteilt sich von oben (Kopf) nach unten (Fuß) darstellen lassen. Gewisse Punkte auf diesen Bahne stimulieren somit weiter Bereiche und an einigen Punkten kreuzen sich auch die Bahnen. Es gibt eine Vielzahl von Akupunkturpunkten in den Händen und ich glaube auch Füße, da dieses die Außenstationen sind. Soviel zu meinem Wissen darüber, kommen wir zum praktischen, anschaulichen Teil des Vorganges „Stechen”. Was brauchen wir also, ca. 22 Nadeln (Fall Uwe), etwas Desinfektionsmittel für die Einstichstelle, zwei Handflächen um die Knotenpunkte zu bestimmen und ein wenig Kraft um die ca. 6 cm langen Nadeln (aus Edelstahl, Einmalverwendung) durch die Haut zu rammen. Dabei ist der Einstichwinkel nicht immer rechtwinkelig zur waagerechten Liegeposition zu setzen, sondern je nach Punkt auch schon mal schräg unter die Haut. Ziel ist es DEN PUNKT zu erwischen und in der Tiefe des Seins zu stimulieren. Wer jetzt glaubt der Einstich tut weh dem kann ich sagen, Kinderkram auch für Warmduscher machbar. Wird aber DER PUNKT getroffen und Stimuliert (man porkselt etwas mit der Nadel rum bis der Patient zuckt) dann durchfährt einen ein Elektroschlag (Ellenbogen gegen Türrahmen) der von DEM PUNKT bis zur Außenstation durchschlägt und das zwiebelt vielleicht. Nachdem die Nadeln positioniert sind, hat der Patient ca. 45 min Zeit sich zu beruhigen, bis die Nadel erneut zur Stimulation angeregt werden (durch den Stecher). Und ratet mal ob das funktioniert, nahhhhh, und wie kann ich euch sagen. Nach 60 min ist alles vorbei die Nadel werden gezogen, die Stellen abgetupft und desinfiziert und wenn kein Blutgefäß getroffen wurde, gibt es auch keine Sauerei. Nach einer Stunde der Bewegungslosigkeit (nicht die Nadel zur Stimulation bringen durch Bewegung, Niesen, Kratzen, sonsiges) hat man das Glück aufstehen zu können oder auch nicht, da die Muskeln je nach Intensität der Reizung, sich wie paralysiert anfühlen, also kraftlos, taub. Das gibt sich aber dann und man weis, da wo der Schmerz (Elektroschock) am größten war muss ja noch was an Nerven sein die funktionieren und man ist froh wieder mal das Geschäft mit Edelstahl angekurbelt zu haben, auch wenn es schöner ist, wenn andere Akupunktiert werden. Aber das könnt ihr ja mal selber ausprobieren.
1 Comment Add your own
1. Michael | January 23rd, 2009 at 3:12 am
Hallo Uwe,
das hört sich ja wirklich hässlich an!
Da muß man doch was machen können!
Ich habe mal gegoogelt:
Kann man unter Akupunkturbehandlung operieren?
Weil die Stimulation über Akupunkturpunkte körpereigene schmerzhemmende Botenstoffe aktiviert (Endorphine = körpereigene Morphine), kann man unter Akupunkturstimulation durchaus Operationen durchführen.
Hmm….da hat dein Arzt wohl vergessen, vor der Behandlung die Punkte für die Endorphine zu aktivieren.
Also erst betäuben, dann pieksen
Grüsse
Michael
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